www.2auf4raedern.de
www.2auf4raedern.de

Am Freitag, den 17.05.2013 soll es losgehen. Bisher befinden wir uns noch in den Vorbereitungen. Hoffentlich klappt alles.

Samstag der 18.05.2013

Nach geplantem Start um 10:00Uhr kommen wir endlich los, das Zeiteisen zeigt 12:30Uhr. Eigentlich schon Zeit zum Mittagessen, aber der Hirsch (örtliches Gasthaus) hat geschlossen. Also Pustekuchen und rechts voll aufgedreht. Aber halt, zuerst noch verabschieden. Die Nachbarn A+A (Initialen von der Redaktion geändert) kommen vorbei und werden neidisch.

Jetzt nur noch Lebenssaft für die Maschinen fassen und schon sind wir auf der Autobahn. Nach diesem schweren Start wollen wir schnellstmöglich Richtung Süden, Sonne, Strand und Meer. Haha, den Sand bekommen wir bestimmt und zwar in Form eines Meeres und Sonne hat es in Marokko bestimmt auch. Die Vorfreude lässt den Vorbereitungstress schnell vergessen.

Wir fahren nach unspektakulären 300km Autobahn in Baume les Dames ein. FÜR DIE ERSTE Nacht beziehen wir dort ein Hotel.

Tag 2 19.05.

Der Tag beginnt nach dem Frühstück unspektakulär. Der Quecksilberspiegel pendelt sich bei 12° ein und das im Regen. Super Sache. Aber wir sind vorbereitet und fahren Autobahn und Landstraße. Nach 523 km, die so interessant wie das Frühstück sind, haben wir genug und nehmen ein Hotel. Das ist nach einem Regentag immer eine gute Lösung. Tag aus und Schluss die Maus.

Tag 3 20.05.

Das Essen ist gut und wir ziehen weiter Richtung Süden. Die Bahn kostet nichts also Gashand voll aktiv und ab durch die Suppe. Leider nur knapp 50 km. Dann ist es soweit. Ich fahre vorne, ein Schlag, Motor aus. Was issn jetzt los? Mir wird schnell klar, dass die K.... am dampfen ist. Jetzt nur kein Sturz. Alles gutgegangen ich komme vor einem Parkplatz auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Nach dem Absteigen sehe ich das Chaos um mein Ritzel herum. Kette gerissen. Also den ADAC angefunkt und Ort beschreiben, aber wie? Der freundliche Straßenwärter erklärt dem französischen ADAC Mitarbeiter wo wir sind und bittet uns dann freundlich beim Zurücklaufen auf den Parkplatz, hinter der Leitplanke zu laufen. Irgendwie logisch im Nachhinein. Aber wenn man das Schild des Parkplatzes lesen will, muss man ja auch dorthin kommen. Der Abschlepper kommt. Andre fährt interher. Ich rede mit Jean Luc, dem Fahrer und erfahre, dass es zu ihm in die Werkstatt geht. Zum Glück habe ich einen zweiten Kettensatz dabei und wir dürfen selbst reparieren. Ich bekomme noch das Röhrchen einer "Doubbelyou dee Fourty" Spraydose und kann so das Endstück des abgerissenen Kettenölers nachbilden. Nach zwei Stunden ist der Spuk vorbei und wir können weiter. Die ADAC Plus Mitgliedschaft hat sich schon voll bezahlt gemacht. Zur Behlohnung essen wir noch in dem Ort. Wir schaffen es noch bis kurz hinter die Grenze Spaniens. Der Koch persönlich fährt uns nach Schichtende noch in eine Bar in der wir noch zwei Dessertservezas zu uns nehmen, während wir unsere schwarzen Finger belachen.

Tag 4 21.05. 481 km

Der Tag begann mit Frühstück im Hotel, Die Milch ist heiß,
also werden die Frühstücksflocken schnell durch. Aber es könnte auch schlechter
sein. Der Kellner kommt, wie könnte es anders sein, aus Marokko. Wir machen noch Video beim rausfahren aus der Garage. Die Straße ist nicht ganz trocken aber wir fahren los. Das Wetter wechselt wie die Damen am Wegesrand die Kunden. Über hervorragende National und Hauptstraße über LLeida fahren wir Richtung Valencia. Nach dem Mittagessen treffen wir Hans, der ganz ohne Karte, nur mit Navi bewaffnet seinen Weg sucht. Er fährt mit dem Motorrad ins südliche Spanien, wo er seine Frau treffen will. Er fährt eine R1100R und erzählt uns von seinen früheren Reisen durch Afrika. Wir hören gespannt zu. Kette ist in
Ordnung und läuft rund. Die Strecke ist bis auf die letzten 150km super. Topfebener
Belag und schöne Kurven. Auf der Küstenstraße jedoch wird es zäh und wir kommen
nur langsam voran. Nach dem Duschen im Hotel vent de Mar essen wir noch eine
Große Portion Paella. Der Tag klingt beim Schreiben des Tagebuches aus.

Tag 5-8

Wie doch die Zeit vergeht. Nachdem wir an Valencia vorbei Richtung Granada gefahren sind, ist wieder viel passier. Granada selbst stellte sich als schönes Städtchen heraus. Aber das hatten wir ja auch erwartet. Als erstes suchten wir die Werkstatt auf, die meine mitgenommenen Reifen aufziehen sollte. Also einen Termin für den nächsten Tag um acht gemacht. Abends gingen wir gemütlich essen und genossen die tolle Athmosphäre. Das alles hat wunderbar geklappt. Die Zeit der Montage nutzten wir dann für eine kleine Rundfahrt und ein Frühstück mit Blick auf die Alhambra. Freundlicherweise gewährte das Hotel uns, dass wir erst um 13:00Uhr auschecken konnten, weshalb wir das Motorrad dann auch erst um 12 abholten.

 

Danach ging es auf einer der schönsten Routen bisher, entlang der Sierra Nevada Richtung Almeria, um dort die Nachtfähre nach Nador zu nehmen.

In Almerias Hafen angekommen trauten wir zuerst unseren Augen nicht. Am Gate der Fähre waren unzählige Wohnmobile mit Anhängern und riesigen Smokern im Anhang. Ein verrücktes Bild bei einer Fähre nach Afrika. Aber das sollte sich noch aufklären.

Am Ticketschalter war die Hölle los. Ein deutschsprechendes Team hatte die Tickets vorab im Internet gebucht, doch damit konnte die Fährgesellschaft nichts anfangen. Also mussten Sie nochmals zahlen. Als wir an der Reihe waren war alles erledigt und wir zahlten Für die Überfahrt 224 Euro in einer Kabine ohne Bad. Beim Warten auf das Beladen wurden wir dann von den Grillteams eingeladen zur BBG- Grillweltmeisterschaft nach Saidia.

Ja, und jetzt sitzen wir in einem Hotel, all inclusive und haben noch nich einmal was bezahlt. Voraussichtlich werden wir in der Blind-Jury mitmachen dürfen, die die Gerichte testet und über Sieg und Niederlage entscheiden wird. Wir bleiben bis Montag hier. Der Zuffall war uns also wiedereinmal gut gesonnen.

Zum Wetter können wir nicht viel Sagen. Wir sehen keine Wolken sondern nur blauer Himmel. Hier ist es heiß wie in Afrika!

Wir sind in der Jury. :-) Ein unglaubliches Erlebnis. Das kann man sich nicht vorstellen. Auch wenn organisatorisch einiges daneben ging ear es doch für uns beide ein einmaliges Ereignis. Wir haben geholfen den Weltmeister der WBQA zu ermitteln. Heute jedoch soll es weitergehen und wir sind richtig heiß darauf. Bis bald, Andre und Jens

Saidia bis Erg Chebbi

Schon kurz nach dem Losfahren wird es wirklich marokkanisch, also auch afrikanisch. Das erkennt man auch an den Plastikmüllbüschen. Wir fahren mitten durch den Anti-Atlas und streifen den Großen Atlas.

 

Darunter sind auch eine Übernachtung auf über 2000m bei 5° Celsius.

Weiter geht es über Midelt und den Cirque de Jaafer mit einer Höhe von über 2500m.

Ein wirklich nicht einfaches Unterfangen, da der Winter die Piste jedes Jahr ändert. Wir haben aber Glück und der Pfad ist trocken. Wir sind dann aber auch wieder froh eine Teerstraße, besser deren Überreste, unter den Rädern zu haben.

 

Bei Imilchil werden wir von dem "Guard de la Route" wie er sich selbst nennt, er heißt Sahid, zu einem Tee eingeladen. Wir müssen uns setzen. Soweit ganz nett, doch unser Herbergsvater wohnt in einem Ziegenstall und das nette Antlitz der kleinen Geislein kann über den penetranten Uringeruch der kleinen süßen Geschöpfe nicht hinwegtäuschen. Die Einladung zum nächtigen lehenen wir dankend ab. Jedoch trinken wir einen Tee bei Ihm, denn er holt extra Feuerholz. Zur Sicherheit geben wir ihm aber unsere eigenen Becher.

Wir nehmen Sahid noch mit in die Stadt, wo wir eine Herberge beziehen.

 

Weiter Richtung süden spürt man merklich den Anstieg der Temperatur. Wir sind jetzt in der Sahara angekommen. In Erfoud tanken wir nochmals voll um für die unmenschlicheren Gegenden gewappnet zu sein. Der Weg nach Merzouga wird und durch sehr schwer fahrbare Sandstücke erschwert. Dabei bleiben auch Stürze nicht aus.

Ziemlich erschöpft buchen wir ein Zimmer für zwei Nächte im Nomad Palace. Dieses befindet sich direkt südlich der Dünen vom Erg Chebbi. Einfach wunderbar. Die Bilder sprechen für sich.

Aktuelles

Besucher gesamt:

Jetzt erst recht:

Mitte Mai starten wir wieder aufs Neue. Aber diesmal wird es richtig ernst. Beide Zweiradtreiber haben die Jobs gekündigt und sind dann für noch unbestimmte Zeit auf den Straßen, Feldwegen, Pisten, Pfaden oder auch mal ohne unterwegs. 

Wir werden hier auf RWD darüber Berichten.

Kas-Mong-Baik 2015 ist beendet. We are no more

on the road. Kas-Mong-Baik 2015